TSV plant Bau einer überdachten Tribüne
Laufbahn und Weitsprunganlage sollen saniert werden
Lippoldsberg

Der Bau einer überdachten Tribüne sowie die Sanierung der Laufbahn und Weitsprunganlage sind zwei größere Projekte, die der TSV 1897 Lippoldsberg dieses Jahr realisieren will. Dieses gab der Vorsitzende Robert Mildner im Ausblick auf 2011 während der Jahreshauptversammlung am Samstagabend im Sportheim bekannt.

Zuvor begrüßte er die leider nur 24 anwesenden TSV-ler. Es wurde der in 2010 verstorbenen Mitglieder gedacht und Schriftführerin Hannelore Elberskirchen verlas das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung.

Die Tribüne soll auf dem aufgeschütteten Wall an der Westseite des Sportplatzes errichtet werden. Die Konstruktion soll größtenteils aus Holz bestehen und eine Länge von etwa 20 Metern haben. Die Finanzierung trägt der TSV, die zum Großteil durch eine Spende des Toto/Lotto Geschäfts Helga Mildner ermöglicht wurde. Der Aufbau soll fast komplett in Eigenleistung durchgeführt werden.
Dieses ist bei der Sanierung der 400m Laufbahn sowie der Sprunganlage nicht möglich. Die Kosten hierfür gab Mildner mit 23.000 Euro an. Bis auf 3.000 Euro Eigenleistung soll der Rest aus Mitteln des Kreises, der Gemeinden Wahlsburg und Bodenfelde und einer Spende der Sparkassenstiftung finanziert werden. Hintergrund der recht aufwendigen Aktion ist vor allem auch, dass die Sportplatzanlage dann nicht nur vom TSV, sondern auch von der nahen Grundschule genutzt werden kann.

Als sportliche und gesellschaftliche Veranstaltungen des TSV in 2011 diesem Jahr nannte der Vorsitzende den Schwülmetallauf (...), 3-Fähren-Rundfahrt (..), Volkswandertag beim MTV Vernawahlshausen (...), den TSV Wandertag und die Teilnahme am Martinsfest im November.

Der Vorsitzende Mildner blickte aber auch schon ein weiteres Jahr in die Zukunft, denn im Jahr 2012 besteht der Sportverein 115 Jahre. Nach kurzer Diskussion mit den leider nur 24 Anwesenden Mitgliedern war man sich einig im Sommer 2012 einen „Tag des Sports" und im Herbst einen „Ball des Sports mit kleinem Kommers" zu veranstalten.

Auch seine Rückschau auf die vielen Veranstaltungen des Jahres 2010 viel positiv aus. Hier dankte der Vorsitzende allen Helfern und strich dabei besonders seinen Stellvertreter Bernd Georgi, das Fußball-Catering-Team heraus. Bernd Georgi kümmert sich um fast alle Belange am weitläufigen Sportplatzgelände und ist eine Art Hausmeister für das Sportheim. Bei jedem Heimspiel der 1. Herren des FC Weser sorgen Klaus Gorny, Wilfred Schuck, Bernd Georgi, Robert Mildner, Martin Heine und Jürgen Hummel für das leibliche Wohl der Besucher. Dazu gehört auch Holger Hasse als Platzkassierer.

Die Spartenleiter berichteten von den Aktivitäten aus ihren Abteilungen. Bis auf wenige Ausnahmen war ihr kaum negatives zu hören. Ausnahme die Sorge um den Nachwuchs für die Zukunft, der zu jedem Bericht, ob zum Beispiel Fußball, Tischtennis, Leichtathletik oder Turnen dazu gehörte. Wanderwart Eckehard Anders bekam viel Beifall für die erstmals veranstaltete Wanderung „Rund um die Wahlsburg" bei hohem Schnee am 28. Dezember. Wie er mitteilte, wird er diese Strecke beschildern. Leichtathletik-Chef Manfred Kraus regte an, dass die Fußballer am Tag des Schwülmetallaufes spielfrei haben müssten, um daran teilnehmen zu können.

Über eine recht stabile Finanzlage berichtete Kassenwart Helmut Dietrich. Ihm wurde von den Kassenprüfern Sabine Reins-Jährmann und Hans-Jörg Langer eine gute und übersichtliche Kassenführung bescheinigt. Die danach beantragte Entlastung des geschäftsführenden Vorstands wurde einstimmig beschlossen.

Während der ansonsten ruhigen und harmonischen Versammlung kam beim Punkt Verschiedenes doch noch etwas Unruhe auf. Auf Anfrage bestätigte der Vorsitzende Mildner, dass es in der politischen Gemeinde Wahlsburg konkrete Überlegungen gäbe, das Haus des Gastes in Lippoldsberg wegen sehr geringer Nutzung und anstehender hohen Investitionskosten in einem der kommenden Jahre zu schließen. Dort haben derzeit die Tischtennis- und Frauenturnsparte ihre Heimat. Auch die Aerobic und Rückenschule des TSV findet dort statt. Nach dem Umbau der alten Grundschule zum Kindergarten und Feuerwehrhaus könnten dort freie Räumlichkeiten als Ersatz dienen. „Wir werden die Entwicklung in dieser Hinsicht genau verfolgen und hoffen, dass die Kommune uns in Kürze an diesen Überlegungen teilhaben lässt", so Mildner zum Versammlungsschluss.
Bei einigen Schnittchen und freien Getränken klang dann die Versammlung aus.

Pressewart
Wolfgang Herbold